Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen, Interessen, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Wir möchten jedes Kind in seiner Persönlichkeit stärken und ihm ermöglichen, sich zu einer selbstständigen, selbstbewussten und sozial kompetenten Persönlichkeit zu entwickeln.
Unsere pädagogischen Schwerpunkte sind
- Stärkung des Selbstwertgefühls und der Selbstwirksamkeit: Die Kinder entwickeln Vertrauen in sich selbst, ihre Fähigkeiten und ihre eigenen Entscheidungen.
- Schaffung emotionaler Sicherheit und verlässlicher Beziehungen: Die Kinder erleben Wertschätzung, Geborgenheit und Verlässlichkeit und erhalten einen sicheren Rahmen für ihre persönliche Entwicklung.
- Förderung von Lebensfreude, Neugier und Lernmotivation: Wir möchten die natürliche Freude der Kinder am Entdecken, Ausprobieren und Lernen erhalten und stärken.
- Entwicklung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung: Die Kinder werden entsprechend ihres individuellen Entwicklungsstandes darin unterstützt, zunehmend selbstständig zu handeln und Verantwortung für sich und ihr Umfeld zu übernehmen.
- Förderung von Eigeninitiative und aktiver Beteiligung: Die Kinder erhalten Raum, eigene Ideen einzubringen, Entscheidungen mitzugestalten und ihre Umwelt aktiv zu erkunden.
- Entwicklung von Kreativität und individuellen Ausdrucksmöglichkeiten: Wir fördern die kreativen Fähigkeiten der Kinder und geben ihnen vielfältige Möglichkeiten, sich entsprechend ihrer Interessen, Neigungen und Begabungen auszudrücken
- Förderung kognitiver Fähigkeiten und ganzheitlicher Wahrnehmung: Die Kinder werden in ihrer Denk-, Wahrnehmungs- und Problemlösefähigkeit unterstützt. Dabei ermöglichen wir ihnen vielfältige Erfahrungen mit Natur, Umwelt und ihrer Lebenswelt.
- Entwicklung sozialer Kompetenzen und Konfliktfähigkeit: Die Kinder lernen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken, die Bedürfnisse anderer zu berücksichtigen, Beziehungen zu gestalten und Konflikte zunehmend selbstständig und konstruktiv zu lösen.
- Förderung von Vielfalt, Toleranz und gegenseitigem Respekt: Wir vermitteln eine wertschätzende Haltung gegenüber der Vielfalt von Menschen und Lebensweisen. Unterschiede in Bezug auf Geschlecht, Alter, kulturelle Herkunft, Fähigkeiten, Lebensformen und individuelle Lebensentwürfe werden als Bereicherung wahrgenommen.
Der situationsorientierte Ansatz ↑
Die pädagogische Arbeit der Rasselbande orientiert sich am situationsorientierten Ansatz. Grundlage unseres pädagogischen Handelns ist ein wertschätzendes, ressourcenorientiertes und ganzheitliches Menschenbild. Im Mittelpunkt steht das Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit, seinen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrungen und Lebenssituationen.
Der situationsorientierte Ansatz geht davon aus, dass Kinder ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten und aus ihren eigenen Erfahrungen heraus lernen. Alltagssituationen, Erlebnisse, Fragen und Interessen der Kinder greifen wir auf und nutzen sie als Ausgangspunkt für Bildungs- und Entwicklungsprozesse. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Voraussetzungen und den jeweiligen Entwicklungsstand jedes Kindes.
Eine zentrale Rolle spielt die pädagogische Fachkraft als Lernbegleiter:in. Wir verstehen uns als teilnehmende Beobachter:innen, die aufmerksam wahrnehmen, Impulse geben, Orientierung bieten und gleichzeitig den Kindern ausreichend Raum für eigene Erfahrungen und selbstbestimmtes Handeln lassen. Dabei reflektieren wir unser pädagogisches Handeln kontinuierlich und verstehen uns selbst als Lehrende und Lernende zugleich.
Lernen aus dem Alltag heraus ↑
Kinder lernen ganzheitlich – durch eigenes Tun, durch Beziehungen, durch Bewegung, durch Spiel und durch die aktive Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt. Deshalb greifen wir aktuelle Situationen und Themen der Kinder auf und ermöglichen ihnen, diese auf emotionaler, sozialer, kognitiver und praktischer Ebene zu erfahren und zu verarbeiten.
Dabei steht nicht die Durchführung vorgeplanter Angebote im Vordergrund. Vielmehr orientieren wir unsere pädagogischen Impulse an den tatsächlichen Interessen, Fragen und Lebenssituationen der Kinder. Planung und situationsorientiertes Arbeiten schließen sich dabei nicht aus: Pädagogische Angebote und Projekte werden gezielt vorbereitet, bleiben jedoch offen für die Ideen, Bedürfnisse und Impulse der Kinder.
Wir unterstützen die Kinder darin, Neugier, Eigeninitiative, Kreativität und kritisches Denken zu entwickeln. Kooperatives Handeln sowie die Fähigkeit, eigene Bedürfnisse auszudrücken, die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und Konflikte zunehmend verbal und gewaltfrei zu lösen, werden von uns begleitet und bestärkt.
Beobachtung und Dokumentation ↑
Eine kontinuierliche und aufmerksame Beobachtung der Kinder bildet eine wichtige Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Durch die Beobachtung gewinnen wir Erkenntnisse über Interessen, Bedürfnisse, Fähigkeiten, Entwicklungsschritte und aktuelle Themen der Kinder. Diese Erkenntnisse nutzen wir, um unsere pädagogische Umgebung und unsere Angebote bedarfsgerecht zu gestalten.
Dabei verstehen wir die Gestaltung der Umgebung als wichtigen Bestandteil pädagogischen Handelns. Sowohl die räumlichen und materiellen Bedingungen als auch die sozialen Beziehungen innerhalb der Gruppe werden bewusst gestaltet, um den Kindern vielfältige Möglichkeiten für selbstständiges Lernen, Spielen, Forschen und Handeln zu eröffnen.
Dabei verbinden wir die Wahrnehmung alltäglicher Situationen mit gezielten Beobachtungen in unterschiedlichen Entwicklungs- und Bildungsbereichen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die kognitive, sprachliche, motorische, soziale und emotionale Entwicklung des Kindes.
Die Beobachtungen werden dokumentiert, im Team reflektiert und bilden eine wichtige Grundlage für die individuelle pädagogische Begleitung sowie für den Austausch mit den Eltern im Rahmen von Entwicklungs- und Elterngesprächen.
Für die ganzheitliche Bildungsdokumentation nutzen wir GABIP. Mit diesem Verfahren können Entwicklungsprozesse und Beobachtungen in verschiedenen Bildungsbereichen strukturiert erfasst und durch individuelle Beobachtungen ergänzt werden.
Die Dokumentation unterstützt uns dabei, die Entwicklung des Kindes über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen und pädagogische Angebote und Impulse entsprechend auszurichten.
Die Bildungsdokumentation wird jährlich zum Geburtstag des Kindes aktualisiert und bildet eine wichtige Grundlage für das Entwicklungsgespräch mit den Eltern.
Die Erkenntnisse aus der und unseren alltäglichen Beobachtungen werden im pädagogischen Team zusammengeführt und reflektiert. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die Planung und Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit. So entsteht ein ganzheitlicher Blick auf jedes Kind, der es uns ermöglicht, individuelle Entwicklungsprozesse wahrzunehmen, Ressourcen zu erkennen und die Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse und Interessen zu begleiten.
Selbstständigkeit und Eigenaktivität ↑
Wir möchten Kinder darin stärken, eigene Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und zunehmend selbstständig zu handeln. Deshalb greifen wir nicht unmittelbar in Situationen ein, die Kinder aus eigener Kraft bewältigen können. Insbesondere bei Konflikten geben wir ihnen zunächst die Möglichkeit, eigene Lösungswege zu entwickeln. Bei Bedarf begleiten und unterstützen wir sie dabei, ohne ihnen die Lösung vorwegzunehmen.
Auch der Umgang mit möglichen Gefahren ist Teil unserer pädagogischen Arbeit. Kinder sollen lernen, Risiken einzuschätzen und zunehmend verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Situationen wie der sichere Umgang mit dem Straßenverkehr oder das Verhalten bei zerbrochenem Glas werden altersgerecht thematisiert, besprochen und praktisch eingeübt.
Portfolioarbeit ↑
Eine weitere wichtige Säule unserer Bildungsdokumentation ist die Portfolioarbeit. Jedes Kind erhält zu Beginn seiner Kita-Zeit einen eigenen Portfolioordner, der mit dem Namen und einem Foto des Kindes versehen ist.
Im Portfolio werden persönliche Bildungs- und Entwicklungsschritte festgehalten. Dazu gehören beispielsweise:
- Fotos aus dem Kita-Alltag
- Kreative Arbeiten und Werke der Kinder
- Arbeitsblätter und Projektergebnisse
- Besondere Erlebnisse und Erfahrungen
- Dokumentationen aus der Eingewöhnungszeit, beispielsweise mit einer Fotostrecke.
Die Kinder werden zunehmend darin unterstützt, ihr Portfolio selbst mitzugestalten. Zu Beginn begleiten die pädagogischen Fachkräfte die Kinder bei der Auswahl und Gestaltung. Mit zunehmendem Alter entscheiden die Kinder weitgehend selbst, welche Inhalte in ihrem Portfolio gesammelt werden.
Das Portfolio ist für das Kind jederzeit zugänglich und lädt dazu ein, sich an besondere Erlebnisse zu erinnern, die eigene Entwicklung wahrzunehmen und sich gemeinsam mit anderen Kindern darüber auszutauschen. Die Kinder entscheiden selbst, wem sie ihr Portfolio zeigen möchten.
Beim Verlassen der Rasselbande nehmen die Kinder ihren Portfolioordner als persönliche Bildungs- und Entwicklungsgeschichte mit.
Vorschulpädagogik und Übergang in die Schule ↑
Die Vorbereitung auf den Übergang von der Kita in die Schule ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Unser Ziel ist es, die Kinder in ihrem letzten Kita-Jahr ganzheitlich zu begleiten und sie in ihrer Selbstständigkeit, ihrem Selbstvertrauen sowie ihren sozialen, emotionalen, sprachlichen, motorischen und kognitiven Kompetenzen zu stärken.
Dabei verstehen wir Vorschularbeit nicht als vorweggenommene schulische Bildung. Vielmehr möchten wir die natürliche Neugier und Lernfreude der Kinder aufgreifen und sie darin unterstützen, sich zunehmend selbstständig mit neuen Aufgaben, Fragestellungen und Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Die Kinder werden aktiv in die Gestaltung der Vorschularbeit einbezogen. Ihre Ideen, Interessen und Fragen fließen in die Auswahl der Themen und die Gestaltung der Angebote und Projekte ein. Mögliche Themen sind beispielsweise Weltraum, Konstruieren und Bauen, Naturwissenschaften, Technik oder die eigene Lebenswelt.
Die Vorschularbeit umfasst unter anderem:
- Übergang und Vorbereitung auf den Schulalltag
- Mathematische und schriftsprachliche Grunderfahrungen
- Förderung von Konzentration, Ausdauer und Lernstrategien
- Sprachliche Bildung und Kommunikation
- Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
- Sozial-emotionales Lernen und Konfliktfähigkeit
- Naturwissenschaftliches Forschen und Experimentieren
- Kreativität, Konstruktion und problemlösendes Denken
- Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt und dem sozialen Umfeld
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sozial-emotionalen Vorbereitung auf die Schule. Die Kinder lernen, eigene Bedürfnisse auszudrücken, zuzuhören, Regeln einzuhalten, Konflikte zu lösen, Verantwortung zu übernehmen und sich in einer Gemeinschaft zurechtzufinden.
Der Übergang in die Schule wird von uns bewusst begleitet. Dabei stehen wir im Austausch mit den Eltern und informieren sie über die Entwicklung und die individuellen Kompetenzen ihres Kindes. Im Sinne einer vertrauensvollen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft werden Beobachtungen und Entwicklungsprozesse gemeinsam besprochen und weitere Unterstützungsmöglichkeiten abgestimmt.
Regeln, Grenzen und Gemeinschaft ↑
Selbstbestimmtes Handeln findet innerhalb einer Gemeinschaft dort seine Grenzen, wo die Bedürfnisse, die Sicherheit oder die Rechte anderer berührt werden. Deshalb geben klare, nachvollziehbare und verlässliche Regeln den Kindern Orientierung und schaffen einen sicheren Rahmen für das Zusammenleben.
Regeln werden altersgerecht erklärt und gemeinsam mit den Kindern reflektiert. Dabei vermitteln wir, dass Regeln einen Sinn haben und das Zusammenleben unterstützen. Gleichzeitig erfahren die Kinder, dass Regeln – abhängig von der jeweiligen Situation und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller – gemeinsam hinterfragt und weiterentwickelt werden können.
Sprache und Kommunikation ↑
Sprache ist ein zentraler Bestandteil des sozialen Miteinanders und der kindlichen Entwicklung. In der Rasselbande schaffen wir vielfältige Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, eigene Gedanken und Bedürfnisse auszudrücken und anderen zuzuhören.Im gemeinsamen Spiel, bei Gesprächen, in Kleingruppen und im Alltag erweitern die Kinder kontinuierlich ihre sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, Beziehungen aufzubauen, eigene Anliegen zu formulieren und gemeinsam mit anderen Lösungen zu entwickeln.
Eine besondere Bedeutung hat die alltagsintegrierte Sprachbildung. Sprachliche Bildung findet nicht ausschließlich in gezielten Angeboten statt, sondern ist Bestandteil des gesamten pädagogischen Alltags. Wir greifen die Interessen und Äußerungen der Kinder auf, erweitern ihren Wortschatz und unterstützen sie dabei, sich entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten auszudrücken.
Die sprachliche Entwicklung der Kinder wird durch das BaSiK-Verfahren (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen) regelmäßig beobachtet und dokumentiert. Die gewonnenen Erkenntnisse unterstützen uns dabei, die individuellen sprachlichen Kompetenzen und Entwicklungsbedürfnisse der Kinder wahrzunehmen und unsere pädagogische Arbeit entsprechend auszurichten.
Da in der Rasselbande Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen zusammenkommen, erleben die Kinder Sprache und Mehrsprachigkeit als selbstverständlichen Bestandteil unserer Gemeinschaft. Kinder, die neben Deutsch eine weitere Familiensprache sprechen, werden in ihrer sprachlichen Entwicklung wertschätzend und ressourcenorientiert begleitet.
Weltanschauliche Offenheit und Umgang mit Religion ↑
Die Rasselbande versteht sich als weltanschaulich offene und konfessionell unabhängige Einrichtung. Eine konfessionelle Glaubenserziehung findet bei uns nicht statt.
Religiöse und kulturelle Traditionen begegnen uns dennoch im Alltag und in der Lebenswelt der Kinder. Für die Kinder bedeutsame religiöse Feiertage und Traditionen greifen wir situationsorientiert auf und vermitteln sie in ihrem jeweiligen kulturellen und persönlichen Zusammenhang. Dabei steht die Wertschätzung unterschiedlicher Lebensweisen und Überzeugungen im Mittelpunkt.